7 Tage, 30.000 Flugkilometer, 131724 Schritte, 79 km zu Fuß

Sonntag, 08.10.2017

Nun, es war mal wieder Nationalfeiertagswoche in China: Golden Week und der Mond scheint voll, rund und klar - auch in New York haben Ulrike, Christine, Jaqueline, Nina und ich festgestellt.

Wir reisten auf unterschiedlichen Wegen an und da ich mir den Feiertagsverkehr dieses Jahr in China schenken wollte, flog ich Freitag direkt nach der Arbeit los. 2 h von SHA nach CAN (Guangzhou in der Nähe von Hongkong), dann 2,5 h Transferzeit und dann gute 13,5 h Flug. Davon konnte ich dieses Mal aber 8 h schlafen und kam dann relativ entspannt Samstag Morgen um halb 6 in New York an. Die Mädels sind Samstag Morgen in Deutschland weggeflogen und waren somit erst am Nachmittag da. Ich hab mir die Zeit vertrieben im Flughafen Diner bei einem köstlichen Frühstück. Die Reisenden an den Tischen um mich herum waren alle sehr gesprächig und so hatte ich drei Stunden Wartezeit ganz schnell hinter mich gebracht. Dann hab ich mir ein Yellowcab geschnappt und bin ins East Village Manhatten gefahren wo unser Air BnBgebucht war. Leider kam ich noch nicht an den Schlüssel, also zog ich erstmal mit Koffer los durch die Straßen. Nach kurzer Zeit fand ich einen Souvenirladen nach meinem Geschmack: Exit 9. Habe mich in aller Seelenruhe umgeschaut und beim Bezahlen fragte mich dann die Besitzerin, warum ich denn mit dem Koffer unterwegs bin. Ende des Gesprächs war dann, dass ich mich im Hinteraum umziehen konnte und meinen Koffer da stehen lassen durfte, um ein wenig auf Sightseeing-Tour zu gehen.

Befreit vom Gepäck und frisch gemacht zog ich nun durch die Straßen von Manhatten. Da fanden sich sehr viele schöne Läden, ich streifte über einen Kirchenflohmarkt, gesellte mich zu den Rosenkranzbetenden in die Kirche und fand einen wunderbaren Rockabillyladen. Dann ging ich einen Kaffee trinken und zwei leckere Stücke kuchen Essen (ich schlief fast ein am Tisch) und dann noch einmal zurück in den Laden und schwuppsdiwupps waren meine Mädels auch schon gelandet und ich traf sie direkt um die Ecke.

Dann mussten wir etwas warten auf die Schlüsselübergabe für das AirBnB. Es war alles etwas seltsam, aber nun weiß ich auch warum. Die Stadt NewYork unterstützt von der Hotellerie in NY möchte die Vermietung von Privatwohnungen untersagen und schickaniert die Privatvermieter.

Wir zogen dann mit Sack und Pack in unsere Miniwohnung in der 2nd Avenue ein. Die war ernüchternd verlebt und unkomfortabel, aber jeder hatte einen Platz zum Schlafen und mit dem einen Bad kamen wir 5 eigentlich auch erstaunlich gut aus.

Nachdem wir alle zuhause bescheid gegeben hatten, dass es uns gut geht machten wir uns auf den Weg um etwas leckeres zu essen zu finden. Der erste Abend wurde dann koreanisch. Unsere Pokebowls waren zwar kalt, aber trotzdem sehr lecker!

Am nächsten Morgen ging es los zu Tompkins Square Bagel Laden (den hat Christine in ihrem letzten Urlaub schon hochgradig frequentiert^^)

http://tompkinssquarebagels.com/index.html

Den kann ich jedem, der im East Village unterwegs ist nur ans Herz legen! Wir haben dort jeden Morgen gefrühstückt. Am ersten Tag waren wir mit der riesigen Auswahl schlichtweg überfordert und bekamen unsere Bagel vom Chef auf den Leib geschneidert. Am zweiten Tag probierten wir zaghaft aus, was wir gerne essen würden und ab dem dritten Tag gab es kein Halten mehr... die Bagel wurden fortan jeden Tag dicker belegt mit allen erdenkbaren Köstlichkeiten... Es war quasi ein "Fress"-Fest ;)

Sonntag ging es nach dem frühen Frühstück dann gutgefüllt am Flat Iron vorbei, los in Richtung Empire State Building.

Dass ich Hochhäuser mag wisst ihr ja schon. Aber das EST war wieder besonders schön. Voll mit Marmor wirkt es einfach sehr edel und trotzdem nicht angestaubt. Es gibt auch im ganzen Gebäude herrliche mosaikartige Fuß- und Wandgestaltungselemente. Auf jeden Fall einen Besuch wert!

  

In der 5th Avenue fand die alljährliche Pulaski Tag Parade statt mit Miss Polands aus allen Stadtvierteln New Yorks, polnischen Veteranen, Chören, Pfadfindern, Blaskapellen, Politikern, des NYFiredepartment und des NYPolice Department, Motorradclubs und soweiter und so fort... es wollte über Stunden gar nicht mehr aufhören :) Und viele Zuschauer waren in rot-weißen Poland-Shirts unterwegs. Teilweise sogar ihre Minihunde waren eingekleidet.

Nach einem zünftigen Mittagssnack bei Nathans zogen wir vor bei an der St. Pauls Cathedral weiter zum Rockefeller Center. Die Eisbahn ist schon im Aufbau und wir erkundeten den Legoladen ;)

Dann führte uns unser Weg zum Times Square. Unterwegs zahlreiche Künstler bei der Arbeit.

Eins meiner Lieblingsbilder: Dampfende Kanaldeckel. Wenn mir jemand erklären kann, wieso das so ist, dann schreibe er/sie es bitte als Kommentar oder mir eine Email ;)

Am TimesSquare angekommen fühlte ich mich gleich wieder ein bisschen wie in Shanghai. Vollgestopft mir Menschen und Autos und Werbeanzeigen... hach, war das schön :D

Abends ging es dann auf zu Katz´s - weltruhm erlangte dieses Restaurant nicht nur mit seinenvöllig überdimensionalen Pastrami-Sandwiches, sondern vor allem im Film "Harry&Sally".

   

Danach gab es noch einen kleinen Absacker in einem Pub um die Ecke, aber wir waren alle so vollgemampft, dass unsere Gehirne die automatische Augendeckelzuklappfunktion bereits beim Essen anschalteten...

Tag 2

Nach einem weiteren zünftigen Bagelfrühstück ging es los in den nächsten Halloweenkostüme-Laden. Da hatte Ulli ganz viel Spaß mit Masken.

Dann wollten wir zum Ghostbusters Haus, das war leider grade in Renovierung. Aber der Bürgersteig war noch der alte.

Nach einem der zahlreichen Starbucksbesuche (öffentlicheToiletten sind nämlich Mangelware in New York)

 

     

Wasserstadt Wuzhen - Es lohnt sich sowas von!

Sonntag, 08.10.2017

Dieses Jahr ging unser Schulausflug nach Wuzhen. Neben einer tollen Bootsfahrt und einer Runde im Pool stand tolles Abendessen und der Besuch einer traditionellen Seidenfabrik in der Stadt auf dem Plan.

Entspannt euch einfach und genießt die Bilder. Live war es natürlich noch schöner.

 

Umzug, Geburtstage, Oktoberfest und andere lustige Sachen

Sonntag, 08.10.2017

Ich bin mal wieder umgezogen... aber zuerst hab ich mir die "Rollschobbe"-Umzugskartons bei meinem Kollegen Stephan abgeholt. Da ich ne Stunde kein Taxi bekommen hab gings dann einfach mit dem Tuktuk weiter^^ Das passiert einem auch nur in Shanghai. So sieht meine neue Wohnung leer aus.

Für den Umzug hatte ich mir einen kleinen LKW (Bierlaster) gemietet und einen Fahrer, der kräftig mit anpackt. Das lief mega gut und er hatte einfach den Plan im Sack wie er was in den LKW stapeln muss, damit alles reinpasst. Kann ich für Umzüge in Shanghai nur empfehlen. Er war natürlich früher da, als ausgemacht, aber auch das stellte kein Problem dar. Kerstin, Jonas und Janine haben kräftig mit angepackt und so konnte ich die letzten Rollschobbe-IKEA-Tüten füllen. Die Aussicht von meiner neuen Wohnung über die ehemalige französische Konzession ist nun wirklich atemberaubend!

 

Hab nun auch die Fahrradapps auf dem Handy und bin schon 30 km Rad gefahren seit ich in der neuen WOhnung wohne... meistens nur der Weg zum Staffbus in der früh und Nachmittags wieder zurück zur Wohnung, aber manchmal auch einfach so ne kleine Radtour... Ob nun Ofo oder Mobike ist mir relativ egal. Ich nehm immer das was grad da steht und nicht kaputt is^^

Beim Friseur war ich auch mal wieder. Tim hat fürs Fotoshooting auf weißer Mode bestanden... der wird auch immer anspruchsvoller ;)

Pfannkuchenfrühstück mit Janine. Der neue Herd funktioniert prima!

Mit Janine bin ich nun öfter unterwegs. Sie wohnt praktischerweise genau um die Ecke und zeigt mir ein bissel was es in unserer Umgebung so alles gibt. Da möchte ich euch auch den leckeren Frozen Joghurt nicht vorenthalten:

 

Eier Benedikt bei Wheat! mit Olga. Auch das war wieder lecker. Schön wenn man so zentral wohnt und alles fußläufig oder mit dem Rad gut erreichbar ist.

  

Auch der Tianzifang ist nicht mehr weit und so trafen wir uns auf einen gemütlichen Cocktail und einen Burger, der mich leider die ganze Nacht im Badgefangen hielt... Wenn Blauschimmelkäse drauf ist schmeckt man halt auch nicht mehr ob das Fleisch verdorben ist.... so ein Kack... aber China hat nun eh ein Einfuhrverbot für Weichkäse verhängt, das wird dann wohl auch nicht mehr so schnell passieren. Irgendwie haben sie was gegen diese Edelschimmelkulturen. Ich kenn mich ja aber auch nicht so gut aus, ob das irgendwas hier anrichten kann...

 

In der Schule war noch "Welcome Back" Party der deutschen Außenhandelskammer. Da gibt es immer ganz viele Stände und wir konnten schöne Goodies abgreifen :D

Oktoberfest in Papas Bierstube in der Hongmei Lu. So richtig mit Brezeln, Haxn, Würsten, Sauerkraut und Rotkraut und deutschem Festbier ausm Fass. Es war herrlich. Die deutsche Band war zusammengewürfelt aber gut und als dann chinesische KLassiker gespielt wurden hat auch die Chinesen unter uns nichts mehr mit dem Po auf der Bierbank gehalten und alle haben kräftig gefeiert.

Auf der Tattooconvention waren wir dann auch noch. Leider waren ganz viele gute Tättowierer von weither angereist, somit konnten wir  uns da nicht voll ausleben. Aber gelohnt hat es sich trotzdem. WIr haben nebenan noch das Schokoladentheater von Zotter entdeckt, ein Outletcenter in dem man schöne Sachen von Converse, Vans etc. shoppen kann und waren mal wieder direkt am Fluß :) Es gibt offensichtlich jetzt auch Karaoke-Kabinen, falls man zwischendurch mal Lust kriegt auf ein paar Gesangseinlagen. Sowas wünschen wir uns jetzt für die Mittagspause auf der Arbeit :D

Caro hat ihren 30. gefeiert und mit der Band haben wir ein paarmal geprobt. Der erste Auftritt wird am 11.11 im "The Terrace/99 below in der Lianmin Lu 99 stattfinden. Weitere Bands die dabei sind: The burning Pandas, JK& the Leftovers, und eventuell Moaning Lisa. Auf dem Programm stehen Klassiker von Queen, The Offspring, Toto, Stevie Wonder, Faith No More, Bon Jovi, Journey, Whitesnake, Free, und mehr. Kommt zahlreich und feiert mit uns. Ich werd auch definitiv im Kostüm auftreten. Schließlich ist Faschingszeitbeginn ;)

Und auch Sarahs Gebu haben wir gefeiert. Angefangen bei der Noir Soiree im "The Pearl" und aufgehört im Zapfler im Found 158.

Was lange währt wird endlich gut...

Freitag, 15.09.2017

Liebe Leser,

bald knackt mein Blog die 10.000 Besuche. Das ist der Hammer! Und das obwohl ich euch so lange keine Neuigkeiten mehr gepostet habe. In den Sommerferien war ich überaus beschäftigt und auch in Shanghai ging es gleich volle Kanne weiter.

Nun gibt es aber erstmal ein paar Erinnerungen aus der Heimat für euch und danach mach ich weiter mit meinen neusten Erfahrungen aus Shanghai ;)

Nachdem ich feststellen musste, dass eines meiner favorisierten Restaurant "Saks" in Kaiserslautern leider seit Jahren geschlossen ist und nur noch Hotel.... gingen Michael und ich eben ins Kullmanns und haben da mal einen ordentlichen Burger gegessen. Leider sind Süßkartoffelpommes in Deutschland noch so kaum populär :( Ich hab im Diner in chinesischer Lautstärke gesprochen und das ganze Restaurant hat wohl mitgehört. Man muss sich tatsächlich erst an die Stille einer südwestdeutschen Kleinstadt gewöhnen...

Lecker Frühstücken mit Carina in Waldmohr

Seefest mit Lena und Philipp :) Die Basecaps fand ich in dieser Nacht sooooo gut und das antrainierte chnesische Verhandlungsgeschick hat sich gelohnt :D

Lecker Mexikanisch in Ramstein im Pancho Villa mit Christoph, Alev, Marcus, Lena und dem leicht verspäteten Holger.

Glitzernden Einhorn-Spritz trinken mit meinen Homburger Mädels Esther, Maria und Christina, leider ohne Sarah... aber beim Cash gabs dann auch die Süßkartoffelpommes!!!!

Meine alten Kita-Kiddies mal ganz lieeeeeeeb haben! Und lecker Grillen bei Uli und Kai, sowie Freibadspaß mit Paul und Schaggi (PS: wir sehn´ uns in New York Mädels!!!!!)

Mit dem Wohnwagen zum Heider Bergsee und von da aus zwei Tage ins Phantasieland mit meinen Lieben Tina, Susanne und André :) Zum Baden im See wars etwas zu frisch, aber dafür hat es uns auf der Chiapas und beim River Quest so geduscht, das war dann ein guter Ersatz.

 

Natürlich sind wir auch die neue Hochgeschwindigkeits-Achterbahn Taron in der ersten Reihe gefahren. Das war einfach nur meeeeeegaaaaa. Ich freue mich schon auf den Flying launch coaster F.L.Y. im nächsten Jahr!

 

         

Bianca und Flo in Stuttgart besuchen. Dieses Jahr waren wir gefühlt nur Essen :D

Habe mich in Stuttgart über AirBnB in eine MännerWG eingebucht. Das war ganz schick und lustig, denn ich wurde ganz lieb empfangen, wir hatten viele gute Gespräche auf dem Minibalkon und in der Küche und ich könnte mich immernoch über die Dusche in der Küche kringeln. War garnicht so einfach, da von den Nachbarn nicht gesehen zu werden. Danke Manuel und Kevin :)

 und vorher mal kurz noch Jannis ausm früheren Nachbarort beim Warten an den Landungsbrücken getroffen, der jetzt mal grad von Aachen nach Hamburg gezogen ist... ich liebe das!

Hamburg am nächsten Morgen: Die Elphi is phertig und ich rolle mal rauf. Tickets kosten übrigens nichts. Das warten auf die englischen Thronfolger zwar auch nicht, aber ich spar mir das und geh lieber rüber du "Dialog im Dunkeln". Das war ein ganz fantastisches Erlebnis, dass ich nur jedem ans Herz legen kann!

 

Danach ab zum Tierpark Hagenbeck. Endlich mal noch Babyelefanten live sehen, die ich mir in den letzten Sommerferien schon im Fernsehen anschauen konnte :D

 

Das Fischbrötchen war der Hit - genauso wie die großzügig gestaltete Landschaft für Walrosse, Seelöwen, Seehunde, Eisbären, Pinguine etc. Generell war die Gestaltung dieses Parks einfach herrlich.

Abends ging es dann von Hamburg aus mit Nils und Fränzi nach Stralsund zu meiner Freundin und Arbeitskollegin Kerstin und ihrem Mann nach Stralsund. Angekommen ging es direkt zu den Wallensteintagen. Herrliches Mittelaltertreiben in der gesamten Altstadt und dann zu Hafen um das Feuerwerk zu schauen und Breakdancer zu fahren. Danach gab es noch leckeren Kuchen und ein Glas Milch dazu. Yummy!

Am nächsten Tag saß der Großteil der Mädels beim Friseur und war zur Kosmetik... Nils und ich machten uns auf den Weg durch Stralsund um noch mehr Polaroidfilme zu finden. Das war erstmal nix... also musste ne weitere Einmalkamera her. Danach dann ab an den Hafen und ein Foto mit der Gorch Fock. Und weil wir uns so viel zu erzählen hatten sind wir dann einfach auch noch nach Rügen rüber gelaufen und haben Altefähr erkundet bevor es mit der Fähre zurück ging.

In Stralsund erklommen wir dann noch die Marienkirche und hatten einen fantastischen Ausblick auf den Sund, die Binnenseen und die Altstadt.

Abends fand dann eine supermegagute Feier statt und den nächsten Tag ließen wir bei Cinderella *bibbedibabbedibu* ganz gemütlich mal starten. Dann lecker Essen in der Osteria und dann ging es zumindest für einen Teil von uns wieder auf die Couch ;)

 

Belfast kann man ja eigentlich in Bildern für sich sprechen lassen, aber ich muss euch noch ein paar kleine Storys dazu erzählen:

Wir sind in Frankfurt am Flughafen schonmal nicht losgekommen, da wir keine Landeerlaubnis von London bekamen. Also hab ich den dort recht kurz getackteten Anschlussflug mit Britisch Airways verpasst. Es gab ein schönes Hotel, aber leider war ich auch viel zu weit weg von der Innenstadt. Das Abendessen war ok und die Nacht kurz und am nächsten Morgen ging es mit der ersten Maschine weiter. Meine ersten Erfahrungen mit den Briten und den Nordiren waren fantastisch. Soviele zuvorkommende Menschen, dass ich letztendlich ne halbe Stunde vor Ankunft in London in der Businessclass saß um dort schneller aus dem Flieger raus zu kommen. Und von London nach Belfast saß dann Mary neben mir, die mir auf ihre Kreditkarte nen Kaffee ausgegeben hat, da meine nämlich (dank verschusselter DKB, die sie trotz ausdrücklichen Verlangens sie nach Deutschland zu schicken) auf dem Weg nach China war...

In Belfast hab ich dann erstmal in mein wunderbares AirBnB Weehouse bei Rosemary eingecheckt (ich gebe die Adresse liebend gerne weiter, denn eine nettere Dame könnt ihr dort wohl kaum finden. Sie hat jeden Morgen Frühstück gemacht mit Ei und Toast, Marmelade, Butter, Kaffee, Tee, Saft, Cornflakes und Abends bekam ich auch immer eine warme nordirische Mahlzeit.) und dann ging es gleich los in die Stadt. Zuerst Teilnahme an der Free Walking Tour Belfast, dann lecker Essen und am Nachmittag hab ich dann die Political Walking Tour mitgemacht. Geführt von zwei Ex-Häftlingen durch den katholischen und den protestantischen Stadtteil entlang des "Wall of peace". Das war spannend, auch wenn ich aufgrund des strammen Dialektes nur die Hälfte der Informationen verstanden habe.

   

Für den zweiten Tag hatte ich mir am Flughafen die "Game of thrones"-Tour Westeros gebucht. Das wurde dann leider nix, da mein Bus zu früh abgefahren ist. Das war erstmal sehr ärgerlich, aber letztlich garnicht so schlimm. Der Busfahrer der Giants CausewayTour hat mich einfach eingepackt und wie ihr an den Fotos sehen könnt hat sich das mehr als gelohnt!

Carrik a reed rope bridge

Leckere Pastete zu Mittag in einem der Pubs mit offizieller, geschnitzter "Game of thrones"-EingangsTür

 

Und dann weiter zum Giants Causeway. Die Wanderzeit war recht knapp bemessen. Aber ich war auf jeder Strecke die schnellste der Gruppe und hatte somit auch genug Zeit zum Fotografieren und um ein wenig auszuspannen und abseits der Wege zu wandeln.

 

An Tag drei war ich dann wieder in Belfast unterwegs. Zuerst zum wundervollen St. Georges Market. Sehr viele kreative und außergewöhnliche Angebote. Alles preislich völlig in Ordnung. Handeln ist auch möglich. Dann spazierte ich weiter zum Titanic-Dock. Das fand ich geschichtlich wesentlich spannender als das neu aufgezogene Titanic Museum.

Das alte Pumpenhaus und das Dock zu begehen war ein spannendes Gefühl. Da wird einem erstmal bewusst wie groß dieser Dampfer tatsächlich war.

Danach wollte ich mit dem Zug weiter zum botanischen Garten. Ich hatte in meiner Planung die Tatsache, dass es Sonntag ist vollkommen vernachlässigt und musste dann eine gute Stunde auf den Zug warten. Glücklicherweise bin ich dem ersten Regenschauer gerade so entwischt.

Den zweiten Regenschauer hab ich dann volle Kanne abgekriegt und war binnen Sekunden nass bis auf die Haut. Aber war nicht so schlimm. Die Temperaturen waren ja verhältnismäßig angenehm. Ich versuchte mich ins Museum zu retten. Das klappte nur bedingt, denn kurz nachdem ich mich nochmal so richtigin die Zeit der Unruhen eingelesen hatte wurde über Lautsprecher verkündet, dass das Museum bald schließt. Doof, abernicht zu ändern. Also hab ich mich langsam zu Fuß ins Stadtzentrum auf den Weg gemacht um mit dem Bus wieder in mein schönes Minihaus zu fahren.

Am nächsten Morgen habe ich mir noch die Ausstellung im Rathaus angeschaut. Ansich lohnt sich aber generell ein Besuch, da es wunderbar künstlerisch angelegt ist.

        

Den Bus zum FLughafen hatte ich dann um 3 Minuten verpasst, also beschloss ich kurzerhand ein klassisches Belfaster Taxi zu nehmen. Das war schon auch wieder ein Erlebnis für sich in so einem alten wunderschönen Auto zu sitzen. Mit gaaaanz viel Platz auf der Rückbank :)

 

Der Heimflug gestaltete sich dann ziemlich unkompliziert und ich hatte wieder einmal Glück, dass meine Sitznachbarin von London nach Frankfurt - Sabah, diesmal eine pakistanische Canadierin - unglaublich nett war und mich über ihre Kreditkarte auf einen Kaffee einlud. Toll so viele nette Menschen kennenzulernen.

Nochmal Großeinkauf bei dm mit Papa... zum Glück dachte er wenigestens daran genug Tüten mitzunehmen :D Ich muss das erst nochmal lernen, dass ich mir ne Einkaufstüte mitnehme...

Mein erster Abschied von meinem haarfarblich angepassten Kerwemädche.

Die Enten wollten dann auch nochmal gebadet werden ;)

Danke für die gefüllte Paprika Rosel! Es war soooooo lecker!

Familiengrillen mit meinem Schatz. Das war ein ganz herrlicher Abend und ich möchte an dieser Stelle noch einmal allen Teilnehmern ein herzliches Dankeschön ausprechen und ein besonderes an Uta und Walter als wunderbare Gastgeber!

 

Am nächsten Tag waren wir nochmal lecker Schnitzel essen im "Deutschen Haus" in Kusel. Seit meiner Kindheit bedeutet dieses Restaurant für mich die besten Schnitzel. War wieder wirklich gut.

Danach hat mich Nils dann zum Flughafen gebracht. Ein trauriger Abschied, aber kein langer - ich freu mich auf Neuseeland im Dezember mit ihm :)

Ich lass den Dschungel hinter mir

Samstag, 01.07.2017

So meine Lieben,

die Koffer sind gepackt, die Wohnung ist ordentlich, ich bin frisch gebadet und in einer halben Stunde kommen meine beiden Taxis.... warum zwei? Ich hab anscheinend noch immer nicht genug Geduld und Vertrauen, dass in China irgendwie ja immer alles klappt... Nun denn... ich nehm das erste das da ist... und hoffe, dass das andere wieder abbestellt werden konnte...

Wisst ihr, grade ist die Luftfeuchtigkeit so hoch in Shanghai, das fühlt sich eben an wie Dschungel. Da freue ich mich umso mehr auf meinen Sommerurlaub im schönen Pfälzer Wald, an der Ostsee in Stralsund, in Baden-Württembergs Metropole Stuttgart und auf die paar Tage in Nordirland auf den Spuren der "Game of thrones" Drehorte :D

Da fällt mir ein, ich sollte da bald möglich mal noch ein paar Unterkünfte buchen ;)

Is grad schwer... hatte letztes Wochenende meinen ersten Bühnenauftritt seit Jahren mit "Moaning Lisa" im "Inferno" hier in Shanghai und ich war so aufgeregt, dass ich meinen Geldbeutel verloren haben... Konnte ihn auch mit chinesischer Hilfe nicht wieder zurückbekommen also wurden kurzerhand alle Karten gesperrt, neue Karten beantragt und Freunde angepumpt ;) SO reicht es heute wenigestens für das Taxi ;)

Vorm Auftritt musste ich natürlich noch zu meinem Lieblingsfriseur Tim in der Tongren Lu und Bandprobe hatten wir dann auch ganze 4 Mal bevor ich auf die Bühne musste ;) Für Werbung sorgte der Bassist....

Das war der tolle Abend! Die Videos gibts auf FB:

Wir haben zahlreiche Abschiede gefeiert und ich muss wieder viele liebe Kollegen weiter in die Welt ziehen lassen. Aber ein gutes hats auch: Mein neues Apartment liegt in der Former French Concession im 16. Stock mit wunderbarem Ausblick und wurde die letzten 7 Jahre gut in Schuss gehalten von meinem neuseeländischen Kollegen Clyde. Das ist irgendwie schonmal beruhigend für den Start des nächsten Jahres und den 3. Umzug in 3 Jahren :D

Und mein Fazit für dieses vergangene Jahr in Shanghai: Mach niemals einen Autourlaub in der "Golden Week" in China und lerne stattdessen lieber Motorrad fahren auf den Philippinen :)

Disneyland die Zweite:)

Sonntag, 11.06.2017

Zum Geburtstag haben wir Janine den Besuch von Disneyland geschenkt. Und wie schon beim letzten Mal regnete es wieder :D

Morgens um 5.30 Uhr raus und um 7 Treffen an der Ubahn-Haltestelle mit Sabine, Janine und Larissa. Von da aus 50 Minuten bis zum Disney Resort. Das Schlange stehen begann bevor wir auch nur ansatzweise in die Nähe der Attraktionen kamen. Sicherheitscheck und dann Eingang. Aber hat alles hingehauen, kurz nach 8 waren wir drin.Und zuerst sahen wir Minimaus. Leider war ihr Fototermin 20 nach 8 schon wieder zu Ende.

Dann ging es nach einem kurzen Kaffeestopp: Leckerlecker was man da so an Leckereien kaufen konnte:

und einer Fotosession mit Goofy und Pluto direkt zu Tron! Achterbahn am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Und wir mussten tatsächlich keine 20 Minuten anstehen. Juppie!

Danach hat es so derbe geschüttet dass wir erstmal Frühstückspause einlegten. Janine hatte leckere belegte Baguettes beim französischen Bäcker besorgt und dann gabs dazu noch Schokokekse und Obst und Gemüse und wir waren happy.

Ich zähle euch hier mal auf was wir so gemacht haben:

Goofy und Pluto - Fotosession

Tron - Achterbahn 3x

Alice im Wunderland - Irrgarten

Pirates of the Carribean - Schifffahrt 2x

Camp Discovery - Hochseilgarten

Balu und King Louie - Fotosession

Roaring Rapids - Wasserbahn 2x

Honey Hot Pot Spin

Fantasia Karussel

Janine und Sabine waren dann noch bei der Parade. Währenddessen haben Larissa und ich uns nochmal Wasserbahn gegönnt.

Bei Soaring over the horizon waren immer mindestens 105 Minuten Wartezeit und die 7 Zwerge Mine war die meiste Zeit aufgrund des Regens zu... Das war dooooof, aber trotzdem haben wir ne Menge gemacht.

Achja und Essen im BlueFrog waren wir auch noch in Disneytown. Da war dann auch noch grade Happy Hour ;)

Und danach konnten Larissa und ich noch zweimal auf die Achterbahn springen, da es um 8.00 Uhr keine Wartezeit mehr gab) bevor die große Licht/Feuerwerk/Musik und Projektionsshow am Disneyschloss begann. Danach noch kurz shoppen, dann ab in die Ubahn und heim... alle glücklich,müde und zufrieden.

Die Ubahnstation wurde offensichtlich auch nur für das Disneyresort gebaut ;)

Und nächstes Jahr wir Toystoryland eröffnet, ich kann euch verraten wer dann wieder dort ist ;)

Der Endspurt beginnt...

Freitag, 02.06.2017

Nun wird es mal wieder Zeit Abschied zu nehmen von einigen geliebten Kollegen und Kolleginnen.

Und drumherum ist auch noch viel los... zum Beispiel hab ich mal endlich eine Band gefunden und in 3 Wochensteht quasi mein erster Auftritt an im Inferno mit Moaning Lisa. Mit Dirk, Thomas und Tom (welcher die Lieder selbst schreibt) hatte ich gestern meine erste Probe und es war toll. Super, wenn man die Lieder mal so richtig passend zur Stimme selbst interpretieren kann, außerdem Kooptreffen bei Sichuan Citizen und wir hatten es geschafft die absolut glückbringendste Rechnung zustandezubringen: 888 Kuai! Yeah!

Abschiedsgrillen mit meiner Gruppe im Kindergarten, und heute war ich mal endlich mal wieder Karaoke singen mit Jasmin und hab Lüba kennengelernt.

Das habe ich auch wieder sehr genossen. Morgen ist die erste große Abschiedsparty und Sonntag Abend ist wohl wieder Bandprobe. Achja, mal das Restaurant "La Maison" ausprobiert (war richtig lecker)

und den Brunch bei "Pop" mit Dachterrasse am Bund, Carpaccio, Lachsfilet und belgishe Waffel mit richtiger Sahne *miam*

und am Drachenboottag mal wieder mit Kerstin zuerst aufm dem Geburtstag einer Kollegin und dann aufm Fakemarkt. Dort saßen wir dann noch stundenlang herum und haben das schöne Wetter und die ganzen Inlineskates, Skateboard und Fahrradfahrer, sowie drachensteigenden lassenden Männer genossen.

Das war übrigens mein Highlight diese Woche, als der chinesische Verkäufer folgendes zu mir sagte: Sie haben ein geiles Fahrgestell. Ich hab mich vor Lachen weggeschmissen im Jeansladen.

Highlight Nummer zwei: Ich hole im Büro die bestellten Handspiegel ab und sage zu den Kindern: Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land? und ein Kind antwortet: "ich", das nächste antwortet "Nicole" und das dritte antwortet: "Duuuu... nicht!" laughinglaughinglaughing Wer die Auflösungfür die letzte Antwort sucht suche am besten auf Youtube mit den Stichworten Räuber Hotzenplotz Augsburger Puppenkiste :D

Achja und im Kino waren wir auch noch^^ Fluch der Karibik 5 war ziemlich gut und teilweise ist das ganze Kino vor Schreck in die Luft gehüpft^^

 

Urlaub für CNY hab ich mit Janine begonnen zu planen... wir wollen nach Borneo. In Ägypten isses einfach noch zu kalt um die Zeit ;) Das machen wir dann nächstes Jahr auf dem Weg den Deutschlandurlaub oder so... 

Achja und meine Kurzzeithaustiere haben sich nun alle verpuppt^^ Von 25 Seidenraupen haben es leider nur 7 geschafft. Sie sind doch sehr empfindlich und haben den Wochenendtransport nicht so gut geschafft.

Und Seife kann ich jetzt auch selbst machen :D Was man im Kindergarten nicht alles selbst noch lernt^^ Bin durchweg begeistert!

Freizeitstress mal wieder

Samstag, 20.05.2017

Seit meinem Tibeturlaub is auch schon wieder viel passiert... Aufgrund der Elterngespräche haben wir zwar alle stets länger gearbeitet, aber das hat mich nicht davon abgehalten meine Freizeit gewinnbringend zu gestalten :D

Am 12. hab ich mich erstmal mit Kerstin zum Basteln getroffen.

Entstanden ist unser eigener Jinmao Tower für Kathy und Robert. Denen haben wir nämlich mit ein paar Leuten zusammen den Skywalk geschenkt. Und natürlich gehen wir mit rauf, wenn der Termin passt :)

Am 13. war dann die Party im Refuel. Silke, Kerstin und ich sind erstmal wieder zu unserem Lieblingsjapaner und danach gings los mitm Taxi. Bunt gemischt und multinational hatten wir reichlich Spaß. Auch mit der coolen Impro-Photobox:

 

Montag war ich dann mit Sabine nach der Arbeit zur Massage bei Dragonfly und danach noch lecker essen.

Donnerstag war ich mit Sophie erstmal bei Kakadu essen. Diesmal hatte ich den Salat mit Lammfleisch und Feigen *miaaaaaaaammmmmmm* und danach beim Megaherz-Konzert. Deutscher Industrialmetal im Mao Lifehouse. Es war super lustig und wir haben viel getanzt. Ich überlegte noch für Kerstin ein Autogramm zu holen, aber an der Ecke ist es mit den Taxen immer so schlecht um die Zeit, also bin ich beim letzten Lied raus und machte mich schonmal auf die Suche.... Hat auch nix geholfen... War dann um halb 12 zuhause...

Freitag hatten wir Deutsch-Französisches Kindergartenfest und anschließend haben wir uns nach Feierabend noch mit den Französischen Kollegen auf der Dachterrasse getroffen zu einem kleinen Stell-dich-ein. Es war sehr schön und wieder ein gelungener Austausch.

Danach bin ich dann eine ehemalige Kollegin und ihre süße Baby-Maus besuchen. Es war ein schöner Nachmittag und Abend und wir haben uns endlich wieder zum Karaoke verabreden können, jetzt da die Kleine schon 4 h am Stück schlafen kann. SIe wird Shanghai verlassen im Sommer und hat mir eine große Anzahl an DVDs vermacht. Super für faule Sonntage auf der Couch, so wie heute ;)

Und gestern war ich dann auch noch wunderbar Grillen bei Larissa und Burkhard im Dörfli und habe wieder eine Menge netter Menschen kennengelernt ;D Zudem hatte Burki einen Fleischkaufrausch und es gab auch leckere Salate und Gemüsespieße. Einfach super. Kuchen wurde auch noch mitgebracht und da es der chinesische Tag der Liebenden war (weil 520 auf chinesisch so ähnlich klingt wie ich liebe dich) hat eine liebe Spenderin auch noch Blumen für alle Frauen mitgebracht. Hab meine Kurzerhand verschenkt ;) Blumen halt...

Joaaaa und die kommende Woche... noch nicht´s geplant... aber wie immer viel Arbeit ;)

Ich wünsche euch allen einen guten Start in die neue Woche!

7 Jahre in Tibet...

Mittwoch, 03.05.2017

                  ...waren es nicht, sondern nur 8 Tage. Aber es ist wunderbar dort.

Jetzt kann ich euch endlich viele wunderschöne Bilder aus dem landschaftlich atemberaubenden Tibet präsentieren.

Ich hatte mich recht kurzfristig entschlossen diese Reise zu machen aber dank meiner Reiseagentur Tibet Vista und dem mir zur Seite gestellten Leon ging alles fix und reibungslos. Leon buchte mir auch die Flugtickets und organisierte alles für das Visum. Daumen hoch für Tibet Vista. Ihr habt mir diese Reise sehr erleichtert. Vorab kamen noch viele wichtige Infos, was man bei der Reise nach Tibet beachten soll. Das war auch sehr nützlich und ich musste mir auch keinen Reiseführer in unserer Bibliothek oder bei Kollegen ausleihen.

Meine Reise:

Lhasa - Shigatse (via Yalong Valley)

Shigatse - Mt. Everest (via Jiawula Pass)

Mt. Everest - Shigatse

Shigatse - Lhasa (via Gangbala Pass, Yamdrock Lake, Korola Glacier, Manla Dam Lake, Simila Mountain Pass, Gyantse)

Los ging es für mich am Sonntag, den 30.04 um halb 4 Uhr morgens mit dem bestellten Taxi in Richtung Flughafen. Mein Lieblingsfahrer saß am Steuer und hat mir mal wieder ganz herrlich eine Banane mitgebracht laughing

Der Flug hatte kein Delay und so kamen wir pünktlich los. Ich musste dann nur feststellen, dass es kein Direktflug war, sondern wir noch einen Zwischenstopp in Xi´an haben werden. War aber garnicht so übel. Neben mir im Flieger saß Poornima, eine Inderin, die nun in den USA lebt (genauer gesagt in New Jersey) und wir hatten den ganzen Flug über viel zu erzählen. Nebenbei hat sie mir noch gute Tipps gegeben für den geplanten Trip nach New York und hat mich eingeladen sie dort zu besuchen *Juppie* Sie war gerade auf Businesstrip in China und hat die freie Zeit genutzt um noch ein paar Städte anzuschauen. Da konnte ich da etwas weiterhelfen mit Empfehlungen für Sehenswürdigkeiten.

In Xi´an angekommen mussten wir ja erstmal raus aus dem Flieger und dort lernte ich dann Danny aus Chicago kennen, der auch in Shanghai lebt und an einer Internationalen Schule als Sportlehrer arbeitet. Er war mit WannaTravel unterwegs, aber wie sich später herausstellte waren wir auf die selben Flüge, Hotels und Trips gebucht^^ Hängt halt doch irgendwie alles zusammen.

Unser Anschlussflug hatte nur ein Delay von 40 Minuten. Das war gut zu verkraften.

In Lhasa angekommen merkte ich direkt beim Aussteigen, dass das Atmen schwer fällt. Da ist man dann mal so plötzlich von Shanghai und durchschnittlich 4 Meter über dem Meeresspiegel auf 3600 Meter im Transhimalaya-Gebirge. Das ist im wahrten Sinne des Wortes atemraubend. Auch der Anflug war schon wirklich sehenswert. Da hat es bei den Gebirgswinden ganz schön geruckelt im Flieger und so mancher wurde grün im Gesicht. Am Flughafen wurden wir sofort von Guides eingesammelt und in die Busse gebracht die uns zum 50 km entfernten Lhasa bringen würden. In meinem Bus saß eine große Gruppe Brasilianer dabei. Das war überauslustig und man kann sie sich etwa so vorstellen wie die Möwen aus Findet Nemo: "Meins" "meins" "meins" "meins" stattdessen eben mit "Como" "Como" "Como" "como".... ich hatte jedenfalls Spaß. Der Guide weniger^^

 Im Hotel angekommen dauerte der Check-in gefühlt ewig weil anscheinend 100e Menschen gleichzeitig einchecken sollten. Man hörte sie quasseln in aller Herren Sprachen. Das war irgendwie auch fantastisch. Nur weitere Deutsche konnte ich nicht direkt ausmachen. Ich lernte an diesem Abend noch meine Zimmernachbarin kennen: Marie aus Belgien. Wir verstanden uns auf Anhieb und haben den ganzen Abend einfach gequatscht.Sie kam gerade von Hongkong wo sie in ihrem Urlaub mal wieder einen Volunteering Job gemacht hat. Sie ist dann noch zum Essen mit zwei russischen Freunden die sie im Zug von Hongkong nach Lhasa kennengelernt hat. Ich bin einfach nur vor Müdigkeit umgefallen und hab mich früh ins Bett verzogen.

Am nächsten Morgen ging es für uns nach einem großen Frühstück (vor allem chinesisches Angebot, aber auch Toast, Butter, Marmelade und Honig, ein Eierbrater-Koch, Kaffee, Milch, Saft und Tee) los zur ersten Monastery, dem ersten von vielen folgenden Klöstern^^ Auf dem Weg holten wir noch den russischen Teil unserer bunt gemischten Truppe im Shangri-La Hotel ab. Das war doch ne Nummer schicker als das LhasaGang-Gyanhotel.

Insgesamt waren wir dann nebst Fahrer und Guide 14 Menschen aus 8 Nationen (China(2), Japan(1), Serbien(1), Russland(3), Deutschland(1), Belgien(2), Großbritannien(3) und Canada(1)). Das war eine spannende und lustige Kombi aus hauptsächlich Lehrern, aber auch Businessleuten, einem Banker, einer Yogalehrerin, einem Chemiker, und einer Bahnangestellten  und es gab viel zu erzählen. Unser Guide heißt Namgyal, das bedeutet König der Himmel :)

Am 1. Mai ging es somit zur Drepung Monastery und zur Sera Monastery.

 

DIese Butterlampen findet man in allen Klöstern. Die Tibeter bringen ihre eigene Buttermit und füllen diese Kerzen immer wieder auf. Sie geben der Erzählung nach den Menschen ein Licht in der Dunkelheit nach dem Tod und helfen den richtigen Weg zu finden. Wenn man keine Lampen auffüllt und im Dunkeln wandeln muss nach dem Tod kann es passieren, dass man falsch reinkarniert. Das ist dann natürlich Mist :D

Auf dem ersten Bild seht ihr die Stätte,wo die Menschen eine Himmelbeerdigung haben. Die guten Normalsterblichen werden dort nämlich kleingehackt und den Adlern (dem heiligen Tier Tibets) zum Fraß vorgeworfen. Das sind pro Tag/pro Kloster etwa 5-7 Menschen. Nach dem Tod werden die Menschen dort auch erstmal ins Krankenhaus gebracht, weil dort festegestellt wird wann ein guter Zeitpunkt für die Beerdigung ist. Unter der Erde werden nur die Verbrecher begraben. Auf dem zweiten Bild seht ihr eine Stupa. Für die Dalai Lama und die Penchen Lama und die Lama gibt es so eine Begräbnisstätte. Sie werden erst einbalsamiert und sitzen dann praktisch in dieser Stupa. Is aber auch egal, da sie ja in einen anderen Körper reinkarnieren obwohl sie Weisheit erlangt haben, weil sie es wollen. Und nicht müssen, wie der Otto-Normalverbraucher. Diese Stupa stehen aber auch überall und es wird damit kräftig geräuchert zu Ehren von... das hab ich jetzt vergessen... und auch nicht aufgeschrieben...

Die Wände sind übrigens nicht mit weißer Farbe angemalt sondern man nennt es Kara. Besteht aus Milch, Zucker und Honig. Ich hätte ja schon gerne mal probiert,aber ich wollte mich jetzt auch nicht mit der Zunge an ein Klostergebäude hängen ;) Nun, die Gläubigen kommen einmal im Jahr freiwillig zum weißeln um sich von ihren Sünden zu befreien.

Dann gab es zu unserem traditionell tibetischen Mittagessen (Yakcurry, Momos) auch noch den klassischen Buttertee. Denkt man beim trinken an Tee wird man enttäuscht. Schmeckt eher wie eine Suppe :)

Danach ging es zur Sera Monastery. Dort treten die Mönche jeden Mittag in Dialog. Das sieht dann so ähnlich aus wie Kampftanz wenn der stehende Mönch dem sitzenden eine Frage stellt. Je nachdem ob er die Antwort als richtig oder falsch befindet ändert sich die Handhaltung beim anschließenden Klatschen.

Hier konnten wir auch Sandmandalas bestaunen. Die Mandalas aus buntem Sand sahen wunderschön aus, kosteten aber extra zum fotografieren. Das hab ich mir dann gespart. Diese werden normalerweise direkt nach der Herstellung wieder verwischt um die Vergänglichkeit des Seins und die Leere zu verdeutlichen.

Ich hab mich dann auch gleich mal in der Einkaufsmeile mit tibetischen Klangschalen eingedeckt. Erstens singen sie schön und zweitens sind sie auch aus ....Tibet ;) und drittens waren sie zudem unschlagbar günstig. Mein Guide hat nur den Kopf geschüttelt weil ich nicht gehandelt habe, aber was soll man bei 50 Euro für drei Schalen und drei Klöppel auch noch um den Preis feilschen...?!

Abends waren wir dann mit allen Tourigruppen zum Willkommensdinner verabredet. In einem natürlich nicht geheizten Restaurant.. War ja schließlich fast Sommer ;) Das Essen war fantastisch lecker. Das Bier "from the top of the world" wurde von Deutschen, Belgiern und Russen als etwas farblos im Geschmack erachtet ;)

Zum Essen erhielten wir noch mehrere tolle Showeinlagen aus traditionellen Liedern getanzt und gesungen in tibetischer Kostümierung.

Danach machten Marie und ich uns noch auf den Weg durch Lhasa. Das erste Bild zeigt Di (weibliches Yak) Butter. Die lies sich etwas schwerer verstreichen auf dem Toast... Aber geschmacklich lecker. Zudem wurde die auch stets ungekühlt gelagert. Ich kenn mich mit Chemie und Physik nicht so gut aus, aber vielleicht gibt es ja Leser die mich da aufklären können ob die Höhe etwas an den Konservierungeigenschaften und Aggregatzuständen verändert. Kochendes Wasser war im Mount Everest Basecamp schließlich auch keine 100 Grad warm... man konnte es ziemlich schnell trinken...

An diesem Abend wurde ich auch das erste Mal von einer Tibeterin begrüßt durch herausgestreckte Zunge. Ich hatte es zum Glück vorher schon gelesen, dass man sich so begrüßt und hab dann direkt mitgemacht. Voll cool. Können wir das in Europa vielleicht auch einführen, oder zumindest im Rest von China?

Dann haben wir noch die Gläubigen entdeckt, die sich immer wieder auf dem Weg zum Jokhang auf den Boden warfen. Alle Utensilien um seinen Körper dabei zu schützen konnte man übrigens rund um den Tempel kaufen... Knieschützer, Grobe Arbeitshandschuhe, Umschnalldecken...

Und zu guter letzt haben wir an diesem Abend noch einen wunderschönen Postkartenladen entdeckt. Da waren wir dann mal locker 2 h drin und haben vor uns hin gestaunt ob der entspannt, gemütlich, stilvollen Dekoration und dem inspirierenden Postkartenangebot. Briefmarken hatten sie dann auch noch und schöne Stempel uuuuuund nen Briefkasten vor der Tür. Und dann stellten wir fest, dass er direkt neben dem Hotel lag.... Wie praktisch tongue-out

 Da wir im Gegensatz zu vielen anderen nicht mit Schlaflosigkeit sondern nur mit leichten Kopfschmerzen zu kämpfen hatten ging es für mich mit einer Paracetamol gemütlich ins Bett. Am nächsten Morgen war der Treffpunkt erst für halb 10 angesetzt und so hieß es ausschlafen und dann zum Potala Palast.

 

Dort war erstmal Gruppenfotoshooting angesetzt.

Im Folgenden wieder was zur Bauweise: Der Potalapalast ist geteilt in den roten und den weißen Teil. Einer für religiöse Angelegenheiten, einer für Administration und politische Angelegenheiten. Der rote Teil wird hergestellt aus Reisig, der mit Yakhaaren zusammengebunden wird und dann angepinselt. Leider hab ich nicht verstanden woraus diese Farbe ist.

Die schweren, schwarzen Teppiche, mit denen viele Türen abgehängt sind werden auch aus Yak-Haar gewebt. Von außen kann man nicht hinein sehen, aber von innen hinaus. Im Potala-Palast ist das Fotografieren verboten. Da sind dann die Meditationsräume und Empfangsräume des letzten Dalai Lamas, aber auch unglaublich schön geschmückte Gräber der vergangenen Dalai Lama. DIe Stupas sind geschmückt mit Unmengen an Gold und Edelsteinen. Tibet hat sehr viele Bodenschätze und es werden immer mehr davon abgebaut.

Zum Potala Palast möchte ich an dieser Stelle noch erwähnen, dass aus einer anderen Gruppe ein paar deutsche Studenten hier eine Drohne stiegen ließen. Das ist strengstens verboten (wie an vielen Orten in China) und der Guide hat deshalb sehr viel Ärger bekommen. Ich empfehle jedem der in Versuchung ist eine Drohne starten zu lassen die Regeln der Guides zu beachten und seinen Zwang auf menschenleere Gegenden wie das Mount Everst Base Camp zu beschränken... DIe anderen Gruppe hatte am nächsten Tag einen neuen Guide... mehr sag ich dazu nicht, da ich auch nicht mehr weiß.

Zu MIttag gab es dann in Fett gebackene Teigkuchen mit Yakfleischfüllung für mich. Lecker lecker aber seeeeehr fettig.

Danach machten wir uns auf zum Jokhang Tempel. Der Stadttempel in Lhasa.  Auch dieser war wieder großartig bemalt und geschmückt. Einfach eine Augenweide.

Hier konnten wir auch "live" erleben wie der traditionelle Klosterboden hergestellt wird. In der Überlieferung sagt man dass der Boden festgetanzt werden muss. Aber so gehts auch. Da wird kräftig draufgestampft bis es fest ist.

Auf der Suche nach einem Lippenbalsam fanden wir den hier^^ Ob er das weiß?!^^

Abends waren Marie und ich wieder lecker essen in irgendeiner Seitengasse. Es gab Tomatensuppe und Dikäsebällchen für mich und einen leckeren Salat für Marie. Dazu tranken wir leckere Lassi.

Auf dem Heimweg kamen wir noch an einem kleinen Schneiderladen vorbei. Kurzerhand entschlossen wir uns mal reinzugehen und das traditionell tibetische Frauengewand die "Chupa" anzuprobieren. Hier hingen etwa 200 verschiedene. Also schlüpfen wir kurzerhand hinein. Die EInheimischen, die am Laden vorbeigingen hatten einen riesen Spaß mit uns. Und ich hab jetzt eine Chupa zuhause^^ Hab eine wirklich schöne gefunden die auch auf Anhieb passte. da konnte ich nicht nein sagen.

Die Tibeterinnen tragen meistens die Chupa und keine Hosen darunter. Deshalb gibt es hier wohl auch nicht die Notwendigkeit für normale Toiletten. DIe hindern ja nur bei den langen Kleidern. Und Türen brauchts halt auch nicht, da ja eh keiner unter den Rock schauen kann^^ Das war für uns Westler-Mädels garnicht so easy. In der Reihe zu pinkeln mit (im besten Fall) einer Rinne darunter oder (im schlechtestens Fall) einem Loch und einem Haufen Exkremente, Binden und Papier (alles nicht geruchsneutral) darunter. Und wenn du dann das Loch treffen willst und nicht deine Hose guckste ja automatisch nach unten.... Nuja. Für einige wirklich nur schwer erträglich. Ich hab mich relativ schnell dran gewöhnt.

 

Am nächsten Tag sind wir aufgebrochen Richtung Shigatse. Das war eine lange Fahrt, da hier überall Geschwindigkeitsmesser sindund geblitzt wird. Oft durften wir nicht schneller als 30 km/h fahren. Also in Tibet ist zwar nicht viel los, aber auch auf der Straße nimmt man sich vieeeeeel vieeeeeel Zeit^^

 

Das ist übrigens die sehr saubere Version unser Toiletten unterwegs mit ziemlich hohen Trennwänden. Oft waren die grade mal Kniehoch^^

Hier ein kurzer Stop an einer Stelle mit wunderschöner Aussicht im Nirgendwo^^

Mittagessen gab es dann in Shigatse. Da hing dann auch zeitgenössische tibetische Kunst an der Wand. Die fand ich besonders spannend.

Nach dem Mittagessen ging unser Guide zur Beantragung unserer Mount Everest Erlaubnis und wir schlossen uns einer anderen Gruppe an um ein weiteres Kloster zu erkunden. Joa, es war schon sehr Klosterlastig... Aber schön wars trotzdem.

Die Fenster sind übrigens schwarz umrandet um im (wirklich kalten) Winter soviel Sonnenlicht und Wärme wie möglich anzuziehen.

Mein neues Lieblungsschild für China: Bitte nicht Spucken! Aber muss auch sagen, dass sich das in diesem Teil des Landes wirklich stark in Grenzen hielt.

Dann hatten wir unsere Gruppenerlaubnis für den Everest: Juppie!

  

Unser Hotelzimmer in Shigatse war wirklich unterirdisch. Noch und nöcher Brandlöcher auf dem Teppich, Fenster ließ sich nicht schließen, Die meisten Steckdosengaben uns keinen Strom um unsere Geräte aufzuladen.... ätzend...

Solltet ihr mal nen Kaffee in Shigatse suchen... geht zu Dico´s. Das ist so MCDoof ähnlich. Die Kekse haben wir uns dann dazu gekauft im Laden. Das schöne ist - auch in diesem Teil des Landes (wenn auch noch so im Nirgendwo) machen die Geschäfte alle erst zwischen 21:00 und 22:00 Uhr zu (auch Samstag und Sonntag). Ich hab mir dann für jeweils 12 Euro mal noch zwei richtig schöne ORIGINAL Adidasjacken zugelegt ;)

Und dann ging es hoch auf 5000 Meter!

 

Hier e "struppich Rindche" für meine Eltern :D

Dann waren wir auf dem Pass von Transhimalayagebirge ins Himalayagebirge.

  

Hier leben noch viele Nomaden in Zelten, umgeben von Steinwällen.

 

Hier ein Foto mit unserem super Guide Namgyal!

Es war ziemlich windig da oben, aber das hielt mich nicht ab von der Toilettenbenutzung auf 5200 Metern^^

 

Hier ist die Wegkreuzung zu sehen, wo man auch nach Katmandu kommt.

 

Dann ging es zur Rombuk Monastery. Die wurde schon im 7. JH gebaut. Dort kann man heute noch eine in den Fels geschlagene Gebetshöhle besuchen. Mittlerweile gibt es einen Neubau des Klosters, wo auch die Mönche leben. Aber der Platz für die Himmelbeerdigungen ist immernoch hinter dem alten Kloster.

In der Nähe bezogen wir unsere Zelte. Dies stehen die Hälfte des Jahres, also in der Sommerzeit. Bedeckt sind sie wieder mit Teppichen aus Yakfell. Innendrin war es sehr gemütlich. Trotzdem war es besser die Jacke anzuhaben. Geheizt wurde der Ofen mit Yak-Dung. Stinkt nicht. Seeehr praktisch! Zu Essen gab es Eierreis und Omelette am Abend. Ich konnte leider nichts essen, da ich wahnsinnige Kopfschmerzen hatte. Ich lag nur noch auf meiner Schlafbank, eingehüllt in drei dicke Decken, in voller Kleidungsmontur und hab erstmal nen halben Nervenzusammenbruch gehabt aus Angst ich könnte die Milchstraße und das BaseCamp verpassen. Das machte es natürlich nicht besser... Mein Guide schlug dann vor mich etwas weiter runter zu fahren, damit die Kopfschmerzen weggehen. Das wollte ich aber nicht. Eine Nacht im "Schatten" des Mount Everest musste sein. Dank mehrerer Schmerztabletten und einer Flasche O2 bin ich dann eingeschlafen als die Anderen Mädels den Nachthimmel bestaunen gingen. Sie haben leider keine Milchstraße gesehen, da es ziemlich bewölkt war am Abend.

Ich bin dann nachts um 4 aufgewacht und musste zur Toilette. Schließlich muss man ja viel trinken in der Höhe. Mein Glück würde ich mal sagen: ich hab die Milchstraße über mir am Sternenhimmel genossen! Das Bild hab ich nicht geschossen. Dafür is meine Kamera nicht gut genug. Hat mir unser Guide geschickt.

 

Am nächsten Morgen ging es zum Everst Base Camp. FÜr die anderen schon sehr früh bei eisiger Kälte zu Fuß. Für Vitali und mich um 10 in herrlichem Sonnenschein mit dem Bus. DIe 4 km hätte ich nicht geschafft und mir war ja eine lange Nachtruhe verordnet worden.

Die Klettersaison für den Auf- und Abstieg auf den Mount Everest ist in den Monaten April und Mai. Vorher verbringen die Kletterer allerdings schon einige Wochen im Basecamp um sich zu aklimatisieren. Die Yaks kann man Mieten für den Aufstieg um die Ausrüstung zu tragen Siie begleiten die Kletterer bis auf eine Höhe von 6200 Meter. Danach muss man den ganzen Mist selbst schleppen...

Der Aufstieg auf nepalesischer Seite kostet etwa 300.000 US Dollar inklusive Ausrüstung, Führern und Yaks. Das ist doch mal ein richtig günstiges Freizeitvergnügen.

Aktuell wird auch gerade über eine Altersgrenze für den Aufstieg diskutiert, da vor kurzem ein 83-Jähriger beim Versuch den Mt. Everest zu erklimmen ums Leben kam.

Danach machten wir uns auf den Weg zurück nach Shigatse. Da ging es einer aus unserer Gruppe ganz schlecht und sie saß dann mit Beatmung im Bus. Unser Guide erzählte uns von Tourteilnehmern, die gestorben sind auf dem Weg zurück. Auf der chinesischen Seite ist es nämlich nicht (wie auf der nepalesischen Seite) möglich die Base Camps mit dem Hubschrauber anzufliegen. Und die Fahrt bis zum nächsten guten Krankenhaus dauert 16 Stunden...

Meine chinesische pflanzliche Medizin, dass der Körper besser klarkommt mit der Höhe.

 So und hier mal ein Witz von unserem Serben: What is the name of a gipsy tailor? Romy Schneider  :D Der geht halt nur auf englisch ;)

Und mal noch eine Geschichte zu Maries Anreise: Sie versuchten im Zug dem Personal klarzumachen, dass sie gerne kaltes Bier hätten. 10 Minuten später hatten sie sie drei microwellenwarme Bier, da die Zitterbewegungen wohl etwas missverständlich waren für die Bahnangestellten^^

Am Samstag den 06.05. machten wir uns von Shigatse aus auf den Rückweg nach Lhasa. DIe Strecke war nicht lang, aber es es waren einige Zwischenstopps eingeplant. Die Bevölkerung bringt hier oft lange Strecken mit dem Reisebus hinter sich. Dann haben alle allerdings soviel Gepäck dabei, dass das Gepäckabteil unten völlig überfüllt ist. Deshalb wird das Gepäck auch auf dem Bus besfestigt.

Zuerst hielten wir an einer Mühle an. Dort probierten wir erstmal die gekochte Gerste von den Feldern drumherum. Gemahlen wurden hier Mais und Bohnen. Das Endprodukt nennt sich Sambal. Dann durften wir uns die Mühle von innen anschauen. Betrieben war sie mit Wasserkraft. Und nachdem wir aus den weißen Räumlichkeiten heraustraten haben wir uns gegenseitig kräftig abgeklopft :D Besonders schön sahen die aus, die sich an die Wand gelehnt hatten^^

   

Das folgende Gebäude ist die Klosterfestung von Gyangze. Sie geht auf das 9. Jahrhundert zurück und wurde im Jahr 1904 bekannt als Verteidigungsanlage gegen den britischen Angriff im Britischen Tibetfeldzug unter Colonel Sir Francis Younghusband, dessen Belagerung sie nicht standhalten konnte.

Das Mittagessen dauerte sehr lange, da die Organisation etwas unglücklich angelegt war. Alle Gruppen waren gleichzeitig auf dem Rückweg und wurden in das selbe Restaurant gesteckt. Viele bestellte Essen kamen gar nicht, viel zu spät oder kalt... aber gut war es trotzdem. Ich hab dann mal Yak-Zunge probiert. War seeeeeeehr lecker!

Danach hatten wir mal endlich Auswahl was unser Programm anging und durften entscheiden ob wir lieber ein weiteres Kloster oder ein tibetisches Familienhaus (welches nicht extra für die Touris hergerichtet wurde und wirklich bewohnt und belebt ist) besuchen wollten. Die Gruppe entschied sich einstimmig für das Familienhaus. Kloster und Buddhastatuen hatten wir dann doch schon viele gesehen.

Die Tibeter nutzen alles an Material was sie vonden Yaks beziehen können. HIer an der Hauswand sehr ihr Yakdung, der in Fladen gepresst und dann in der Sonne getrocknet oder direkt an die Hauswand gepackt wird. Wenn die Hauswand voll ist wird das ganze verputzt und dient als zusätzliche Isolationsschicht. Viele Tibeter lagern den Yakdung auch einfach in großen Haufen vor oder neben ihrem Haus, denn je mehr Yakdung und somit Yaks, desto reicher ist man.

Es ist in manchen Gegenden Tibet auch garnicht unüblich als Frau drei Ehemänner zu haben. Einer ist dann verantwortlich fürs Geld verdienen aufm Bau, einer ist verantworlich für die Felder und einer für das Haus und die Tiere.  Nicht schlecht würde ich mal sagen. Aber bei dem chinesischen Männerüberschuss kann man das ja guten Gewissens so halten :D

  

Beim Umfahren des Manla Dam Lake konnte ich wunderbare Spiegelbilder machen. Dieser See wird genutzt zur Energiegewinnung durch Wasserkraft.

Danach ging unsere Reise weiter rund um den Yamdrok-tso. Es bedeutet auf tibetisch "Der Jade See auf der Weide". Das Wasser ist wunderbar türkis und der See wird gespeist aus dem Schmelzwasser des Nyenchhen Tanglha Gebirges. Der See hat keinen Abfluss, aber der Schneewasserzulauf und die natürliche Verdunstung haben ein natürliches Gleichgewicht erreicht.

    

Auch hier waren (wie überall wo es schön ist in China) wieder die Hochzeitspaare unterwegs fürs Traumhochzeit-Shooting.

Es ist übrigens auch unmöglich eine komplette Panoramaaufnahme von diesem See zu machen ;)

Wir hatten hier ganz viel Spaß mit Fotosessions. Ich hab mir dabei einen Sonnenbrand im Gesicht geholt, denn ich hatte nachdem ich die Sonnencreme bisher keinen einzigen Tag gebraucht hatte, auch keine mehr aufgetan.

Hier der Korola Gletscher. Es war mal wieder ziemlich frisch da oben und wir haben nur kurz angehalten.

      

Abends kamen wir in Lhasa an und ich hatte das Glück noch ein nettes Tattoostudio zu finden :D

Wurde auch nur was Kleines. Das Wort "Liebe" in Sanskrit ist nun auch für immer auf meinem Körper verewigt.

Danach traf ich mich noch mit Zvonko, Hasukazu und Marie in der Buddhabar. Dort gab es erstmal ne Runde Whiskycoke für uns Mädels und danach noch ein belgisches Vedett für Marie und ein deutsches Schwarzbier für mich^^ Schneiders Weisse war zwar auf der Karte aber leider ausverkauft. Zvonko hat sich am nächsten Tag auf nach Nepal gemacht und für Hasukazu ging es nach Tokio. Marie würde mit mir nach Shanghai kommen und eine Nacht bei mir schlafen, da sie ihren FLug umbuchen musste aufgrund eines Fehlers von CHina Eastern. Die hatten ihr nämlich den falschen Ankunftsflughafen mitgeteilt und sie hätte ihren Anschlussflug in dieser Nacht nicht gekriegt.

 Am nächsten Mittag ging es für uns zurück zum Flughafen. Maire und ich schliefen aus und sprangen dann noch uter die Dusche. Das Hotelfrühstück hatten wir zeitlich verpasst, also zogen wir los auf der Suche nach Kaffee. WIr wurden fündig in der Haupteinkaufsstraße in einem italienischen Eiscafé. Da ließen wir uns etwas Obst, ein paar Stücke Kuchen und zwei gute Kaffe einpacken für unterwegs. Hätten wir gewusst, dass sich unser Shuttle 40 Minuten verspätet, hätte wir uns nicht so beeilen müssen. Aber dann war es ganz wunderbar, da wir eine buntgemischte Truppe aus allen Reisegruppen (die wir immer wieder an den Sehenswürdigkeiten, in den Hotels usw. trafen) im Shuttlebus waren. Die Russen an Board, zwei Canadier, die auch in Shanghai an der Highschool arbeiten, Danny, der Sportlehrer, meine Kollegin von der deutschen Schule und unser Japaner :) Wir hatten eine angenehme 50 minütige Fahrt, teilten uns Kekse und Kuchen und unsere Lebensgeschichte^^ Und im Flugzeug und auf unserem Umstiegsflughafen Xi´an ging es genauso lustig weiter. Jedesmal wenn man sich sah lustiges Gerede, Gelache und gute Stimmung. So macht Reisen wirklich Freude!

Marie hat dann den nächsten Tag alleine in Shanghai verbracht, da ich ja arbeiten musste, aber am Abend sind wir noch zu meinem Lieblingsjapaner um die Ecke Essen gegangen, wo wir mal wieder eine Kollegin und ihren Mann trafen. Diese waren auch in Tibet und somit hatten wir reichlich Thema zu unserem leckeren Kartoffelsalat (Püree mit Gurkenstreifen), gegrillten Hühnerherzen, gegrilltem Terriyaki Aal, unserer schönen, kleinen, blauen Flasche Sake, gegrillten Shitake Pilzen, Edamame, gegrilltem Schweinebauch, frisch gezapftem Asahibier... es war mal wieder lecker :)

Danach schnappten wir schnell ihr Gepäck bei mir zuhause und ich brachte Sie zur U-Bahn. Der günstigste und einfachste Weg zum Internationalen Flughafen Pudong.

Thames Town die Dritte...

Sonntag, 23.04.2017

... und was sonst noch so passiert ist seit dem letzten Urlaub...

Letzte Woche Sonntag war ich erstmal wieder beim Friseur. War dringend nötig, nachdem Sabine und ich uns vor ein paar Wochen selbst mit der Haarschneidemaschine über unsere Köpfe hermachten. Der Schnitt war nicht mehr sooooo perfekt ;)

Nun... ein Fotoschooting gab es dann mal wieder kostenlos dazu. "Zieh deine Sonnenbrille an und dann gehts los!"

"Ähhhhh... hab garkeine dabei..." Kurzerhand wurder jeder verfügbare Mensch in der Nähe angequatscht bis ich eine Fliegerbrille auf der Nase hatte :D

Mein Friseur ist übrigens Tim vom Carr Salon in der East Yu Yuan Lu/Tongren Lu

Außerdem war ich mit meiner neuen Kollegin Michi bei Hai di Lao in der Dapu Lu. Das war wieder richtig lecker. Aber auch wieder viel zu viel bestellt....

Anschließend sind wir noch zum Bund. Die Lichtershow im Dunkeln genießen.

 

Dann stand der pädagogische Tag an. Sveta und ich haben in der Gruppe "Experimente" unser Herz für Chemie neuentdeckt beim "Rotkohl-Indikator-Versuch". Das Ergebnis der Mischung mit Zitronensäure, Waschpulver, Salz, Rohrreiniger, Backpulver etc. ist jedenfalls schön geworden :)

Ansonsten hab ich mit noch bei Stimmbildung, Open Art und Wahrnehmungsförderung ausgetobt :) Ob die Kollegen sich gefreut haben als ich sie mit Rasierschaum eingerieben hab??? Ratet mal ;)

Freitag konnte ich endlich mein Päckchen von Uli, Kai und Paul bei der Post abholen: Selbstgemalte Bilder, Dosenwurst, Kinderschokolade und Gummibärchen! Juppie! Also hab ich Freitag Abend erstmal Wurstbrotparty nach dem Waxing gemacht.

Ich kann nicht beurteilen ob der Waxingtrend schon Fuß gefasst hat unter deutschen Frauen (meine Waxerin Karen behauptet das Gegenteil), aber ich kann es euch nur empfehlen. Das lästige Rasieren fällt weg und man schwitzt auch weniger :) Beim ersten Mal tuts halt eeeecht weh... aber dann hat man auch gute drei Wochen Ruhe...

So und dann waren Kerstin und ich mal wieder unterwegs nach Thames Town. Dieses Mal hat alles geklappt:

Mit Buslinie 24 ging es von der U-Bahn Station Songjiang University Town zur Haltestelle Wencheng. Dort stellten wir fest, das wir soweit schon waren bei unserem letzten Besuch...

Landschaftlich ist eine Thames Town eine Oase in der Großstadt. Wir haben es einfach nur genossen, dass es so still im Vergleich zu Shanghai war.

Dann haben wir auch noch einen deutschen Laden entdeckt, welcher auch die Alverdeprodukte von dm hat. Leider war der Laden zu, aber dank QR-Code habe ich jetzt doch Kontakt zu der Besitzerin herstellen können und sie schickt mir per Post was ich brauche :) Wieder Platz im Koffer gespart ;)

Auch kuriose Schilder waren wieder zu finden. Dieses war mein Highlight. Solche langen Namen ließt doch keiner bis zum Ende...:

Die Waffeln im Alice im Wunderland Cafe waren lecker und die Marmelade dazu ein Traum. Die schmeckte doch tatsächlich wie die Brombeermarmelade von meiner Mama!

Das Stadtplanungsmuseum haben wir auch gefunden: Spannend wenn sich China auf den Weg macht um eine möglichst ökologische Stadt zu bauen!

Und dann kamen wir so richtig rein nach Thames Town... wir fühlten uns wie im falschen Film. Und wurden einfach nur noch angestarrt. Anscheinend waren wir die Hauptattraktion (es waren kaum europäische Touristen da). Und wir verliehen dieser kleinen Stadt wohl die nötige Authentizität^^

Unter anderem sahen wir noch viele Malschulen, eine Manga Hochzeit, ein paar schicke Motorräder IN einem Restaurant... einen tollen chinesischen Balance-Tanz und ne Menge Kayakfahrer und Zelte^^ Das war mal wieder wirklich erheiternd. Auch die Statuen von Lady Di, Florence NIghtingale, Shakespear und Winston Churchill.

Harry Potter, James Bond, Newton und einige andere haben wir wohl übersehen... schade...

Und dann war da noch der Love& Peace Kindergarten... sah gut aus!

   

 

Und für die nächste Tour haben wir nun Sheshan inklusive Hotel, Observatorium und Schloss ins Auge gefasst:

 

Sonntag war ich dann mit Sveta im Musical Wicked. Nun versteh ich auch endlich die ganze Geschichte "Der Zauberer von Oz". Es war toll gemacht, super Kostüme, wirklich gute Sänger, nur etwas zu schnell, als dass ich in englisch alles verstehen konnte. Ging besser nachdem wir in der Pause mal die Storyline gelesen hatten :D

 

Achja... gestern abend war ich ziemlich spontan noch mit Mandy auf einem Konzert im Mao Livehouse.

Vorher gabs noch leckeres Kangaroo Vindaloo bei "Kakadu".

 

Dort spielte die irische Band AMIINA zum Stummfilm Juve contre Fantomas. Das war mal wieder eine ganz neue und spannende Erfahrung für mich. Aber echt tolle Musik! Hab mir heut auch mal direkt 14 Songs der Band auf QQ runtergeladen ;)

@Bianca: Krautschädel hab ich nun auch endlich auf QQ gefunden! Juhu!

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